Karl-Preusker-Medaille für Allianz der Wissenschaftsorganisationen

Die Allianz der Wissenschaftsorganisationen wurde am 14.11.2018 vom Dachverband der Bibliotheksverbände, Bibliothek&Information Deutschland (BID) e.V., mit der Karl-Preusker-Medaille ausgezeichnet. Besonders wurde das Engagement für eine moderne Bibliotheksinfrastruktur gewürdigt. Das Projekt DEAL ist Ausdruck dieser Ambitionen. Der Leiter des Verhandlungsteams und Sprecher des Projektlenkungsausschusses, Prof. Horst Hippler, nahm die Medaille stellvertretend für die Allianz entgegen.

Foto: Ralf Kellershohn

In seiner Laudatio sprach der Direktor des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz, Prof. Dr. Ulrich Pöschl über die Rolle der Verlage, mit denen DEAL verhandelt:

“Gewinnmaximierung ist ein legitimes Ziel für private Unternehmen, sollte aber nicht zu Lasten der Wissenschaft und der Gesellschaft gehen. In diesem Sinne wäre zu wünschen, dass auch die internationalen Großverlage sich auf ihre Rolle als Dienstleister rückbesinnen.”

Besonders die Transformation zu Open Access wurde von Prof. Pöschl gelobt:

“Tatsächlich bedeutet Open Access entgegen landläufigen Missverständnissen keine Bedrohung für die wissenschaftliche Qualitätssicherung und Evaluierung, sondern bietet vielmehr die Grundlage für dringend benötigte Verbesserungen. […] Aufgrund der zuvor genannten Analysen und Erfahrungswerte können wir davon ausgehen, dass der finanzielle Puffer und Spielraum für den Übergang zu Open Access und für eine wissenschaftsgerechte Gestaltung des Fachzeitschriften-Publikationssystems real bei rund 50% der aktuellen Ausgaben und zur Verfügung stehenden öffentlichen Mittel liegt. Von einer Gefährdung des Publikations-systems und seiner Finanzierbarkeit durch Open Access kann also gar keine Rede sein.” (CC-BY)

Foto: Ralf Kellershohn

Die Pressemitteilung des BID, die gesamte Laudatio von Prof. Ulrich Pöschl sowie die Dankesrede von Herrn Prof. Hippler können hier angesehen werden.

Auf der Seite des BID ist eine Dokumentation des Festaktes zu finden.