Über Projekt DEAL

Was ist das Projekt DEAL?

Die Hochschulrektorenkonferenz wurde von der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen beauftragt, das Projekt DEAL zu initiieren, um bundesweite Lizenzverträge für das gesamte Portfolio elektronischer Zeitschriften (E-Journals) großer Wissenschaftsverlage abzuschließen. Dabei wird eine signifikante Änderung gegenüber dem gegenwärtigen Status Quo bei der Verhandlung, den Inhalten und der Preisgestaltung angestrebt.

DEAL verhandelt im Auftrag nahezu aller deutschen akademischen Einrichtungen wie Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen, Staats- und Regionalbibliotheken. Somit kommen für eine DEAL-Lizenz potentiell mehrere hundert Einrichtungen in Betracht. Alle wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland, die auch zur Teilnahme an den von der Deutschen Forschungsgemeinschaft geförderten Allianz- und Nationallizenzen berechtigt sind, sind damit teilnahmeberechtigt.

Was sind die Ziele von Projekt DEAL?

Folgende Verhandlungsziele werden im Projekt DEAL angestrebt:

  • Teilnehmereinrichtungen: alle zur Teilnahme an Allianz- und Nationallizenzen berechtigten Einrichtungen in Deutschland.
  • Die DEAL-Einrichtungen haben dauerhaften Volltextzugriff auf das gesamte Titel-Portfolio (E-Journals) der ausgewählten Verlage.
  • Alle Publikationen von Autor*innen aus deutschen Einrichtungen werden automatisch Open Access geschaltet (CC-BY, inkl. Peer Review).
  • Angemessene Bepreisung nach einem einfachen, zukunftsorientierten Berechnungsmodell, das sich am Publikationsaufkommen orientiert.

Diese Ziele stehen im Einklang mit den LIBER-Grundsätzen für Verlagsverhandlungen, den Prinzipien von Plan S und den Zielen der globalen Initiative OA2020, um den Übergang zu Open Access zu beschleunigen. Eine enge Zusammenarbeit besteht außerdem mit Initiativen und Projekten in anderen Ländern. Mehr über internationale Initiativen und Verhandlungsstrategien erfahren Sie auf der Webseite der ESAC-Initiative.

Zur Umsetzung des Projektes hat die Allianz eine Projektgruppe mit einschlägigen Expertinnen und Experten aus Universitäten und aus außeruniversitären Einrichtungen sowie einen Projektlenkungsausschuss konstituiert, der sich aus Mitgliedern der höchsten Leitungsebenen aus Universitäten und Hochschulen sowie aus außeruniversitären Einrichtungen zusammensetzt. Sprecher des Projektlenkungsausschusses ist Herr Prof. Dr. Dr. h.c. Horst Hippler, ehemaliger Präsident der Hochschulrektorenkonferenz. Als Ansprechpartner stehen die beiden von der HRK in die Projektgruppe entsandten Mitglieder Frau Dr. Antje Kellersohn, Direktorin der Universitätsbibliothek Freiburg, und Herr Frank Scholze, Direktor der KIT-Bibliothek Karlsruhe, zur Verfügung.

Projektstruktur

Projektstruktur

Projektgruppe

ProjektmitarbeiterInnen

  • Jan C. Werner, UB Freiburg (Kommunikation und Projektkoordination)
  • Gottfried Haufe, UB Freiburg (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit)
  • Laura Hoppmann, MPDL München (Bibliometrie, Datenerhebung)